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Freie Wähler in der Kernstadt – Bildung, neue Wohngebiete, touristische Entwicklung Bad Dürrheim – Eine renovierungsbedürftige Turnhalle, ein karger Schulhof Richtung Kirche, kein offenes Ohr beim bisherigen Gemeinderat – so stellt sich für Grund- und Werkrealschulrektor Heinz Kriebel die Situation dar, mit der er seit rund zehn Jahren mehr als unzufrieden ist. Aufgrund dessen hatten die Freien Wähler Bad Dürrheim am Samstag einen Termin mit dem langjährigen Schulleiter vereinbart, um sich die neuralgischen Punkte in der Schule anzusehen. Kriebel führte die Stadtratskandidaten durch die Räumlichkeiten. An sich sei er mit der Schule sehr zufrieden, auch mit dem neu eingerichteten Ganztagsbereich mit Mensa und der Ausstattung der Fachräume. Jedoch lasten „zwei Brocken“ sehr schwer. Beim Blick auf den Grundschulhof konnten alle Stadtratskandidaten ohne weitere Erläuterung des Schulleiters erkennen, was ihn massiv stört: der unansprechende untere Schulhof ohne Sitzgelegenheiten, ohne ausreichend Großspielgeräte und Ballspielflächen, ohne geeigneten Untergrund. Diese Maßnahme habe für ihn oberste Priorität, sagte Heinz Kriebel deutlich. Aber auch beim zweiten Sorgenkind erfuhr der Schulleiter vollstes Verständnis der Freien-Wähler-Kandidaten: Die Turnhalle ist nach wie vor in schlechtem Zustand. „Ich stoße allmählich an die Grenzen des Verständnisses, wenn ich Jahr für Jahr eine Sanierung der Oskar-Grießhaber-Turnhalle beantrage und nie Geld genehmigt bekomme“, sagte der Rektor. Risse bilden sich in den Wänden, die Fenster sind undicht. Auch unter energetischen Aspekten ein nicht zumutbarer Zustand. Die Tragfähigkeit werde regelmäßig überprüft und sei jedoch gewährleistet.

Kriebel sagte, trotz allem: „Egal wie die Halle aussieht, wir sind sehr froh, dass wir sie haben. Es ist Gold wert, dass sie direkt vor Ort ist.“ Die Stadtratskandidaten der Freien Wähler pflichteten ihm bei und unterstützten die Lage des zentralen Schulstandorts inmitten der Kernstadt. Stadtrat Günter Tschida sagte abschließend Schulleiter Heinz Kriebel Unterstützung zu, ein Konzept zu erstellen, um in das Schulsanierungsprogramm zu kommen.

Nachdem das Neubaugebiet Auf Stocken restlos ausverkauft ist und auch sehr große Nachfrage nach den Bauplätzen im Gebiet Herrengarten herrscht, plant die Stadtverwaltung nun die Ausweisung eines neuen Gewerbe- und Wohngebiets im Bereich Hüttenbühl. Bei der Ortsbegehung der Freien Wähler erläuterte Günter Tschida den Stadtratskandidaten die Planungen. „Wir müssen dringend weitere Gewerbeflächen ausweisen. Davon profitiert die Stadt durch Gewerbesteuereinnahmen.

Zugleich tut es dringend Not, der großen Nachfrage an Baugrund gerecht zu werden. Wir setzen uns seit jeher für eine zukunftsfähige Entwicklung neuer Gewerbegebiete ein“, betonte Tschida. Einig war sich die Gruppe, dass die Stadtentwicklung in verträglichem Maße geplant und dass dabei zugleich Rücksicht auf die Belange der Klinik Hüttenbühl genommen werden müsse.

Dass rings um den nördlichen Kurpark die neue touristische Mitte Bad Dürrheims entstehen soll und dass dort in naher Zukunft auch eine gravierende Entwicklung bevorstehen wird, erfuhren die Stadtratskandidaten bei ihrer Ortsbegehung am vergangenen Samstag. Das Hotel am Solegarten soll in Teilen neu gebaut werden, auch werden die Planungen für das seit Jahren angedachte Thermenhotel unweit des Solemars konkreter. Es soll ein Haus mit etwa 130 Doppelzimmern in Vier-Sterne-Kategorie zwischen Huberstraße und Kurpark gebaut werden. Die Planungen und das finanziell schwächelnden Kurhaus könnten in einem Konzept zusammengebracht werden, so dass dieses durch Tagungen und Restaurantfrequenz belebt werden könnte. Klug zu lösen sei im Gesamtkomplex jedoch die Parkplatzfrage. „Die Entwicklung geschieht in unserem Sinne“, sagte Günter Tschida und alle Kandidaten waren sich einig. Denn so könne dem Trend, dass die Gästebetten in der Kurstadt zurückgehen, entgegengewirkt und der Standort Bad Dürrheims als Tourismusdestination gestärkt werden.

Bild Kurpark: Über die Pläne des Thermenhotels informieren sich die Freien Wähler Bad Dürrheim bei ihrer Ortsbegehung vor dem geplanten Standort bei der jetzigen Wandelhalle. Von links: Susanna Schmidt, Johann Merkel, Uwe Siefert, Günter Tschida, Ronny Lehmann, Alexander Gauerhof, Wolfgang Reichmann, Xenia Götz und Melanie Wildgruber. Bild: Freie Wähler Bad Dürrheim

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